Piercing - Risiken

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Risiken beim Piercen

Ein Piercing ist und bleibt ein Eingriff in den Körper, bei dem dieser verletzt wird. Trotz aller Vorsicht bestehen dabei Restrisiken, die in einem professionellen Studio mit erfahrenen Piercern auf ein Minimum reduziert werden können.

  • Verletzung beim Stich

    Beim Piercing werden alle Hautschichten durchstoßen, was bedeutet, dass es zu Blutungen kommen kann. Diese sind unbedenklich, solange keine größere Vene oder Arterie getroffen wird. Diese verlaufen meist parallel zueinander und sind an den Stellen, die üblicherweise gepierct werden, deutlich sichtbar oder leicht zu ertasten. Wichtige motorische und sensorische Nerven verlaufen in der Regel geschützt im Körper und sind durch Standardpiercings nicht gefährdet. Für die gefürchtete totale Gesichtslähmung müsste der Hauptstrang des Gesichtsnervs durchtrennt werden.
  • Infektionsgefahr

    Nur durch unsteriles Arbeiten besteht bei Piercen eine Gefahr sich mit gefährlichen infektiösen Krankheiten anzustecken. Eine eventuelle Ansteckung mit HIV( Aids ) ist allerdings auch dann extrem unwahrscheinlich, da das HI-Virus außerhalb des Wirtskörpers sehr schnell abstirbt. Ein viel größeres Risiko besteht jedoch darin, Hepatitis ( Leberentzündung ), vor allem der gefährlichen, nicht impfbaren Variante C zu übertragen, da deren Erreger sehr widerstandsfähig sind und bis zu mehreren Wochen außerhalb des Körpers überleben kann. Die Übertragung der Hepatitis C wie auch B erfolgt nahezu ausschließlich über die Blutbahn. Deshalb müssen nicht nur die Nadeln nach jedem Kunden ausgetauscht werden, sondern alle Oberflächen mit denen Blutin Kontakt gekommen sein könnten, auch gründlich desinfiziert werden.
  • Allergien

    Solltest du über bei dir bestehende Allergien Bescheid wissen, informiere dich auf jeden Fall deinen Piercer darüber. Problematisch können Allergien gegen Nickel (nickelhaltiger Schmuck ist zum Ersteinsatz mittlerweile verboten) Rheingau Tattoo benutzt entweder hochgradiges Titan oder PTFE (Teflon) und die Materialien setzen kein Nickel frei. Da man heut zu tage gegen so viele Sachen allergisch reagiert, wie z.b: Latex, Vaseline, Betäubungsmittel, Desinfektionsmittel, Klebeband, Pflaster, usw. versuche ich direkt das Risiko zu minimieren.
  • Entzündungen

    Selbst bei der Durchführung unter optimalen hygienischen Bedingungen, handelt es sich bei einem Piercing um eine Verletzung der Haut, des natürlichen Schutzmantel des Menschen. Dabei kommt es immer zu einer Reizung der betroffenen Stelle, von einer Entzündung spricht man aber erst dann, wenn es zu einer Infektion der Wunde kommt. Selbst eine sorgfältige Pflege kann manchmal nicht verhindern, dass auf diese Weise eine Entzündung entsteht.

    Rötungen, Schwellungen und eine leichte Erwärmung sind die Normalen Anzeichen einer leichten Entzündung, wie sie bei Piercings relativ häufig auftritt. Werden die Schmerzen und die Schwellung allerdings nach einigen Tagen stärker, oder beginnen sich gar auszubreiten, heißt es schleunigst zum Arzt zu gehen, der dann unter Umständen Antibiotika verschreiben wird.
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